SAH Fotos | Bilder Wolkenschlösschen
Dabei handelt es sich um einen Gangabschnitt, der die bisher atemberaubendsten Versinterungen und Kristallbildungen des Höhlensystems enthält. Man gelang in diesen Bereich über einen ca. 10 m hohen Schacht, der komplett mit schneeweißem Sinter ausgekleidet ist. Dieser frei kletterbare Schacht hat einen Durchmesser von etwa 3 m und weitet sich nach oben trichterförmig aus, von wo dann das Wolkenschlösschen abzweigt. Schon im Zustieg betritt man eine Passage, die am Boden nur noch aus weißen Kristallbecken besteht. Die Kalzitkristalle haben eine Kantenlänge von z.T. bis zu 3 cm und bilden nicht nur die typischen Kristallflächen,
sondern auch eine Art Büschel oder „Igel“ aus. Neben den großflächigen Kristallbecken, die den großen Teil der Hallenfläche bedecken, stechen auch die ungewöhnlich langen und reinen Makkaronis ins Auge. Tausende dieser dünnen und kristallklaren Sinterröhrchen hängen hier von der Decke und erreichen Längen bis zu 2,5 m.
Teilweise kann man durch das Wirrwarr keine 2 m weit blicken. Einige Makkaronis haben bereits den Boden erreicht und machen so eine Begehung zur Konzentrationsübung. Im Mittelpunkt des größten, ca. 7 x 5 m großen Raumes steht ein mächtiger, fast 2 m hoher Stalagmit, der umgeben ist von teils wassergefüllten Kristallseen. Die Deckenpartien sind, wo noch Platz ist, mit einem teil glasklaren Excentriquesrasen besetzt. Diese Excentriques erreichen eine Länge von manchmal über 20 cm.
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